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6 Mal jährlich informiert der Schlangenbrot-Blog das BESJ-Bereichsmail von Ameisli und Jungschi über Aktuelles, Ideen fürs nächste Programm oder Teamprozesse und gibt Einblicke in Aktivitäten von Ameisli- und Jungschigruppen.

Alle eingetragenen Teamleiterinnen und Teamleiter erhalten den Schlangenbrot-Blog automatisch. Interessierte Leiterinnen und Leiter dürfen das Mail zusätzlich abonnieren und auch wieder abbestellen. 

Jungscharmoment

der Polizei-Moment
Neue Kinder einladen
Bibel erlebbar machen
der Polizei-Moment

Viele meiner erlebten Jungscharmomente habe ich vergessen, ein Erlebnis hat sich aber tief eingeprägt: Bei einer Wald-Säuberungsaktion haben wir älteren Jungs neben einer Matratze, einem grossen Gartenzwerg und vielem mehr vier Ladestreifen mit je 10 Schuss Munition gefunden. Trotz dem Wunsch die Gruppe mit dem meisten Müll zu werden, haben wir uns entschieden die Munition nicht im Müllsack zu deponieren, sondern als persönliche Trophäe heimlich nach Hause zu nehmen. Unsere Freude war gross - nicht aber die Freude eines Vaters. Der hatte kein Verständnis für den "wertvollen" Fund auf dem Nachttisch seines Sohnes. Daraufhin wurden nicht nur die Leiter zur Rede gestellt, sondern alle Jungs durften mit ihrem Schatz bei der Polizei auftauchen und die Munition abgeben. Wow - was für ein Erlebnis! Danke liebe Leiter, habt ihr mir das damals ermöglicht!

Zugegeben: Abfall sammeln ist nicht populär. Es kann "grusig" sein. Und je nach Kinder ist es schwierig sie dafür zu motivieren. Trotzdem ist es eine Chance die Liebe an der Natur und den Mitmenschen vorzuleben, einen positiven Einfluss zu haben und - wie ich es erlebt habe - einen prägenden Jungschar- bzw. Polizei-Moment zu erleben. Höchste Zeit also "Müll raus" zu einem Jungscharmoment werden zu lassen.

Geländespiel
Geländespiel

"Müll raus" als Jungscharmoment erleben

Das Ziel von "Müll raus" sind nicht nachmittagelange Müllsammelaktionen, sondern dass es zur Lebenseinstellung wird, dass es dort wo man war, stets etwas sauberer wird. "Müll raus" eignet sich also hervorragend für Aktivitäten und Spiele.

...als Nachmittagschallenge
Macht einen kleinen Wettbewerb, z.B. Ameisli gegen Jungschi und schaut, wer am meisten Müll einsammelt. Das Sammeln findet dabei ganz neben dem normalen Programm statt.

...als Müll-Art
Damit es nicht nur immer um die Menge geht: Nutzt gesammelten Abfall für ein Kunstwerk. Sei es für ein kurzfristiges Werk im Wald oder eine feste Installation bei eurem Treffpunkt. 

...als Verdienposten
Immer wieder sind kreative Posten bei Spielen gesucht. Genug mit Parcour, Liegestützen und Wassertransport. Mit der Suche nach Abfall verbindet ihr nützliches mit dem Spielspass. 

...als Lebenseinstellung
Thematisiert das Müll sammeln und die Freude an der sauberen Natur mit den Kindern. Lebt das sauber machen ganz einfach vor.

...als Andachtsvertiefung
Bei "Müll raus" geht es um viel mehr, als um den weltlichen Müll. Spätestens am BESJ-Teamweekend wirst du mehr dazu erfahren. Vielleicht hast du aber schon zuvor die Möglichkeit das Müll sammeln als Vertiefung einer Andacht zu nutzen. Denn zwangsläufig begegnet uns auch im Leben viel Müll. Eine Herausforderung für die Kinder, dich und auch mich. 

Weitere Infos zum Projekt Müll raus: www.muell-raus.ch

Neue Kinder einladen

Die Auswertung regionaler Schnuppertage hat ergeben, dass es am effektivsten ist, neue Kinder durch das Einladen bestehender Ameisli und Jungschärler für das Jungschar-Angebot zu gewinnen. Zwar erreichen wir auch neue Kinder mit grossflächiger Flyerverteilung, Berichten in Dorfzeitungen, Auftritten an Grossanlässen oder Durchführung von attraktiven Lagern und Kinderwochen. Die statistische Auswertung von Schnuppertagen macht aber klar: Die eigenen Kinder sind die besten Werbeträger.

Einladen einfach machen

Aus persönlicher Erfahrung weiss ich, dass es viel Überwindung braucht, seine Freunde zur Jungschar einzuladen. Zwar war ich als Kind begeisterter Jungschärler, in den 7 Jahren als Jungschärler habe ich aber nur einmal einen Freund an den Nachmittag mitgenommen. Was hat mich und vielleicht auch unsere Jungschärler daran gehindert?

    • Wegdistanz zur Jungschar
    • Scham für meinen Glauben und die Jungschar
    • Jungschar als eigener sicherer Ort - wenn ich Personen aus meinem Umfeld mitnehme, mache ich mich verletzlich.
    • Schüchternheit
    • ...

    Die Gründe sind vielseitig und ganz natürlich und müssen darum nicht alle beseitigt werden. Ziel soll es sein den Kindern das Einladen einfacher zu machen. Und wenn wir nicht das Kind ändern können, müssen wir vielleicht unsere Einladungsform ändern. 

    Programmflyer mit Mehrwert

    Kinder lieben Rätsel, Kinder lieben Entdeckungen, Kinder lieben Gegenstände - und wenn sie mehr als nur eins davon haben, fällt es ihnen leichter, das andere abzugeben und Freunde einzuladen. 

    • Königliche Einladung: Wird am Jungscharnachmittag bald König David, Esther oder Salomon gekrönt? Eine königliche Einladung mit Urkundenpapier und Siegel weckt bei den Jungschärlern und Freunden die Neugierde. Königliche Einladung
    • Goldfund auf den Spielplätzen: Lass den Goldrausch nicht nur im Theater, sondern auch im wahren Leben auf den Spielplätzen der Kinder ausbrechen. SoLa JS Embrach
    • Schlüssel zum Schatz: Füge der Einladung "wertvolle" Gegenstände an. Ein möglicher Schlüssel zum alten Schatz, eine Münze, Schachfigur, Würfel etc. 
    Schlüssel
    Schlüssel

    Eltern als Schlüsselpersonen

    Egal wie vielseitig und kreativ unsere Einladungen sind, ein grosser Einfluss haben die Eltern der Kinder. Als wir unsere Jungschar vor 7 Jahren neu starteten waren es zwei Mütter, die ihre Kinder im Einladen unterstützten, bei den Freunden bzw. deren Eltern nachfragen bis ein wesentlicher Teil der Klasse regelmässig in die Jungschar kam (resp. die Lehrer es den Kindern verboten weiter einzuladen).

    Es lohnt sich über eine Elterninfo oder einen Elternapero Eltern ins Boot zu holen und ihnen aufzuzeigen, was sie dazu beitragen können. Sprechen sie positiv über die Jungschar, bieten sich als Fahrer an, fragen sie regelmässig bei den Freunden und deren Eltern nach und helfen sie ihren Kindern Freunde einzuladen werden bald einige neue Kinder den Weg in die Ameisli und Jungschi finden und dort prägende Jungscharmomente mit euch erleben. 

    Bibel erlebbar machen

    Mit dem Erlebnisprogramm wollen wir durch bewusst herbeigeführte Erlebnisse die Kinder auf Jesus hinweisen und sie in eine verbindliche Beziehung mit ihm begleiten. Die Aktivitäten werden dabei durch die biblische Geschichte bestimmt, so dass die Kinder die Geschichte oder Teile daraus nacherleben können. Die Erlebnisse und Gefühle die entstehen, sollen den Kindern helfen, die Botschaft der biblischen Geschichte besser zu verstehen. Aber wie kommt man von der biblischen Geschichte zum Erlebnisprogramm?

    Von der Geschichte zum Erlebnis

    Damit es dir gelingt, das Programm mit der biblischen Geschichte zu verknüpfen, braucht es einiges an Vorarbeit. Erstelle vor der Quartals- oder Semesterplanung das geistliche Konzept (GK). Das GK sorgt für einen sinnvollen Aufbau (roter Faden) und hilft, thematische Überschneidungen und ungeplante Wiederholungen in verschiedenen Anlässen zu vermeiden. Eine Vorlage für ein GK findest du hier: GK_Semesterprogramm_Vorlage.

    In die Geschichte Eintauchen

    Damit du die Geschichte erlebbar machen kannst, ist es sinnvoll zuerst selbst in die Geschichte einzutauchen. Das machst du am Besten so, wie du es im Leiterkurs lernen kannst. Unter Schritt 1-3 findest du jeweils eine kurze Zusammenfassung der ersten drei Schritte der Andachtsplanung. 

    Erlebbar machen

    Nun bist du selbst bereits in die Geschichte eingetaucht, hast dir vorgestellt, wie es da zu und her ging und hast viele Informationen gesammelt. Diese kannst du nun nutzen, um die Geschichte für die Kinder erlebbar zu machen.

    • Welche Szenen sollen die Kinder erleben?
    • Aus welcher Szene geht die Hauptaussage hervor? (Diese Szene solltest du unbedingt einbauen)
    • Welche Informationen/Gefühle tragen zum Verstehen der Geschichte bei?

    Hier findest du ein Beispiel zu Daniel Kapitel 1: Beispiel Daniel 1

    Schritt 1: Text zu sich persönlich reden lassen

    In diesem Schritt geht es darum, dass du an den Text heran gehst, als ob er für dich ganz neu wäre. Lass dich von Gott leiten um dem Text neu zu begegnen.

    • Bete zu Beginn.
    • Lies den Text sorgfältig und aufmerksam durch.
    • Lies den Text in mindestens einer anderen Übersetzung durch.
    • Lies den Text einmal laut durch, schreibe ihn von Hand ab oder lass ihn dir z.B. mit der BibelApp vorlesen.
    • Halte Fragen und Entdeckungen, die du machst, fest. Dazu kannst du z.B. die Notizen im Handy gebrauchen. 
    • Schliesse die Zeit des «zu-dir-reden-lassen» mit einem Gebet ab. 

    SCHRITT 2: Szeneneinteilung

    Jede Erzählung hat verschiedene Abschnitte, Bilder, Szenen. Beim Erstellen des GK hilft es dir, die gesamte Geschichte auf das Semester in „grobe Abschnitte“ aufzuteilen. Bei der Planung der einzelnen Andachten hilft dir das Einteilen der groben Abschnitte in Szenen, die Geschichte besser in den Kopf zu kriegen und nichts zu vergessen.

    • Teile die Geschichte in Szenen ein
    • Ordne jeder Szene die entsprechenden Verse zu
    • Fasse sie mit einer Überschrift zusammen
    • Wenn du willst, kannst du auch eine Skizze dazu zeichnen
    • Beachte jeweils den Kontext der Geschichte

    SCHRITT 3: Begriffe Klären und Umfeld erfassen

    In diesem Schritt geht es ums „sehen lernen“ und das Verstehen des Textes.

    • Überleg dir welche Personen in den Szenen vorkommen.
    • An welchen Orten spielen sich die Szenen ab?
    • In/zu welcher Zeit ereignen sich die Szenen?
    • Welche Begriffe müssen erklärt werden?
    • Fragen stellen und Antworten suchen (Mithilfe von Bibellexikon, Konkordanz, Team, Pastor, etc.)
    • Fühl dich in die Szenen/Bilder der Geschichte ein: Was sehe ich? Was spüre ich? Was höre ich? Was schmecke ich? Was rieche ich?

    Team

    Müll-raus-Gebet
    Teamkodex
    Teambuilding und Jungscharmoment
    Müll-raus-Gebet

    «Am wichtigsten ist, dass das Ameisli-/Jungschiteam, nicht aufhört zu beten. Betet für alle Ameisli/Jungschärler; bringt eure Bitten, Wünsche, eure Anliegen und euren Dank für sie vor Gott.» nach 1. Timotheus 2, 1.

    Das Gebet im Team ist etwas Wundervolles. Es hilft uns, unsere Aktivitäten unter Gottes Führung und ihn ins Zentrum zu stellen, seine Sicht auf unsere Ameisli/Jungschärler zu erhalten und verbindet uns als Team. Passend zum Müll-raus-Projekt stellen wir euch das Müll-raus-Gebet vor:

    Das «Müll-raus-Gebet»

    So funktionierts

    Zieht euch dem Wetter entsprechend an, schnappt euch euren Müll-raus-Sack und trefft euch irgendwo draussen. Macht nun als ganzes Team oder in Gruppen einen Spaziergang. Wenn ihr irgendwo Müll antrefft, macht ihr einen Stopp und betet an dieser Stelle für ein Kind aus eurer Gruppe. Räumt danach den Müll weg und führt euren Spaziergang bis zum nächsten Müll fort. Dort betet ihr für das nächste Kind und räumt wieder den Müll weg. Immer so weiter, bis ihr für alle Kinder gebetet habt oder keinen Müll mehr findet. Natürlich könnt ihr auch für die Eltern eurer Ameisli/Jungschärler, ihre Geschwister und Freunde, für eure Anliegen oder was auch immer beten. Vielleicht hilft es euch vorgängig im Team Gebetsanliegen zu sammeln.

    Das bringts

    Wenn wir beten drücken wir damit, bewusst oder unbewusst aus, dass wir Hilfe brauchen, dass wir Gott zutrauen, dass er uns helfen kann und dass wir glauben, dass er uns auch helfen will. Gott ist zwar kein Selecta-Automat, wo wir unsere Gebete einwerfen können und raus kommt dann genau das, was wir erbeten haben. Aber wir dürfen zuversichtlich sein, dass Gott auf unsere Gebete reagiert. Jesus sagte, dass wir, was wir in seinem Namen, also nach seinem Willen bitten, empfangen werden (vgl. z.B. Johannes 16, 23f) und: «Wenn zwei von euch hier auf der Erde meinen Vater im Himmel um etwas bitten wollen und darin übereinstimmen, dann wird er es ihnen geben.» (Matthäus 18,19). Wir können und sollen also mit Zuversicht beten. Ausserdem unterstützt uns der Geist Gottes beim Beten, indem er für uns bittet und seufzt, wie es Gott gefällt (vgl. Römer 8, 26).  Ich bin überzeugt, dass Gott alle unsere Gebete hört und auch auf seine Weise darauf reagiert.

    Wenn wir für ein Kind beten, können wir im Vertrauen darauf, dass Gott irgendein Stückchen Müll im Leben des Kindes aufräumt, symbolisch den Müll auf dem Weg wegräumen.

    Und zum Schluss

    Beten lernt man nicht, indem man darüber spricht, sondern indem man es tut (vgl. Lukas 11, 1-13).

    Weitere Infos zum Projekt Müll raus: www.muell-raus.ch

    Gebet
    Gebet
    Teamkodex

    Kurzfristige Absagen für den Leiterhöck, unzuverlässiges Erledigen der Aufgaben, keine Antworten auf Fragen im Jungschichat – zumindest etwas davon haben wir wohl alle schon mal erlebt. Für ein angenehmes Miteinander und verantwortungsvolle Ameisli- oder Jungschiarbeit braucht es Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit. Um verbindlich irgendwo dabei sein zu können, muss man aber zuerst einmal die Erwartungen kennen. Auch gemeinsame Ziele und das Wissen, das man gebraucht wird, fördern die Verbindlichkeit. Ein Teamkodex soll dazu dienen, dass ihr als Team funktionieren und wachsen könnt. 

    Personen arbeiten gerne in einem Team mit, wenn…

    • Vision, Mission (Auftrag), Ziel und Strategie klar sind
    • Die Beziehungen im Team geklärt sind
    • Sie von der Mitarbeit geistlich, fachlich oder persönlich profitieren
    • Sie wirklich gebraucht werden und ihr Beitrag gefragt ist
    • Sie ihre Gaben einbringen können und aktiv gefördert werden
    • Sie Fehler machen dürfen und daran reifen können
    • Sie als Person mit Stärken und Schwächen akzeptiert sind
    • Als Team Ziele erreicht werden und die Ergebnisse überzeugen
    • Klar und offen kommuniziert wird, eine gute Atmosphäre herrscht
    • Erwartungen offen ausgesprochen werden und Verhaltensregeln klar sind
    • Sie Rückmeldungen auf ihr Tun erhalten und Wertschätzung erfahren
    • Es Platz für allerlei (auch verrückte) Ideen hat
    • Man zusammen lachen kann

    Im Teamkodex könnt ihr vereinbaren, wie ihr miteinander unterwegs sein wollt und was eure Ziele sind. So wie jedes Team anders ist, wird auch jeder Teamkodex anders aussehen. Erarbeitet euren eigenen Teamkodex und kopiert nicht einfach den von einem anderen Team. Es kann inspirierend sein, einen anderen Teamkodex zu lesen – dennoch besprecht die Punkte gemeinsam und definiert sie so, dass sie für euer Team stimmen. Als Teamleiter/in solltest du dir vorgängig schon Gedanken machen, was für dich zwingend in den Kodex rein muss. Hier ein Beispiel: Link Beispiel Teamkodex

     Mögliches Vorgehen

    1. Nehmt euch genügend Zeit – zum Beispiel an einem Teamweekend oder an einer «Extrasitzung».
    2. Macht eine Zustandsanalyse: Jede/r schreibt auf, was er/sie persönlich am Team schätzt, was ihn/sie stört und was er/sie sich wünschen würde.
    3. Tauscht euch über die persönlichen Einschätzungen aus.
    4. Schreibt gemeinsam auf, was euch wichtig ist.
    5. Unterschreibt den Kodex.

    Mögliche Inhalte

    • Umgang mit den Kindern
    • Erledigen der Aufgaben
    • Kommunikation untereinander
    • Kritik / Feedback / Auswertungen
    • Unser Ziel / unsere Vision
    • Abmeldung für Sitzungen / Nachmittage
    • Glaube im Team
    • ….

    Und dann?

    Nehmt den Teamkodex mindestens einmal im Jahr wieder hervor. Diskutiert, wie gut ihr die gemeinsamen Ziele erreicht habt, wie ihr miteinander umgegangen seid und passt den Kodex falls nötig wieder an. Der Kodex soll nicht irgendwo in einer Schublade oder in einem virtuellen Ordner «verstauben», sondern von euch genutzt werden.

    Teambuilding und Jungscharmoment

    Stossen schon bald neue Minileiter im Ameisli- oder Jungschiteam hinzu? Statt nur prägende Jungscharmomente für die Kinder vorzubereiten und durchzuführen, lohnt es sich auch als Team prägende Momente zu erleben - und für einmal das Teambuilding mit gutem Essen und einem typischen Jungscharmoment zu verbinden.

    Z'Nacht auf dem Baum

    Geniesst euer nächstes Teamessen statt am Tisch auf einem Baum. Der Baum muss nicht einmal unglaublich hoch sein und es wird schon zum prägenden Teamevent - nur ausreichend Platz fürs Team, sodass jeder doch einigermassen bequem sitzen kann, ist zu empfehlen. Bestimmt hat es auch in eurem Jungscharwald die passende Buche oder eine freistehende Linde oder Eiche.

    Aufgabe

    Esst gemeinsam Z'Nacht! Dabei erhält natürlich nicht jede Person bereits am Boden das gemachte Brötli, sondern das ganze Essen (z.B. kaltes Buffet, Spaghetti mit div. Saucen, Rechaudkerzenraclette etc.) muss auf dem Baum geteilt und herumgegeben werden.

    Als Team auf dem Baum
    Als Team auf dem Baum

    Material und Sicherung

    • Gutes Essen, ev. Teller und Besteck (je nach Schwierigkeitsgrad darf auch bei Spaghetti darauf verzichtet werden)
    • Gestältli pro Person
    • Bandschlinge pro Person (oft macht es Sinn die nötigen Bandschlingen vorgängig an geeigneten Stellen zu befestigen, sodass sich die Leiter nur noch einklinken müssen)
    • 1-2 Sicherungsseile und Zubehör für Auf- bzw. Abtieg 
    • ev. Strickleiter zur Baumbesteigung 

    Herausforderungen

    Mit dem Essen muss nicht Schluss sein. Auch auf dem Baum sind diverse Spiele und Herausforderungen möglich.

    Reflexion

    Nimmt euch nach dem Abstieg Zeit die Aktivität zu reflektieren. Wie hat sich das Essen entwickelt? Wo hat die Kommunikation gut funktioniert? Wer wurde kaum oder gar nicht gehört und berücksichtigt?

    En Guete!

    Stories

    Jungschar Kollbrunn
    Jungschar Stami
    JS Madretsch
    Ameisli Altstätten
    Jungschar Kollbrunn

    VON SAUBEREN STRASSEN UND VERÄNDERTEN LEBEN

    «Da hetts öppis! Schnell, chumm!» Etwa so tönt es, wenn die Kinder der Jungschar Kollbrunn unterwegs sind. Wonach sind sie auf der Jagd? Müll! Durch das Projekt Müll-raus haben auch wir im Tösstal gestartet, fleissig Müll zu sammeln. Auf dem Weg in den Wald treffen wir so einiges an und füllen so fleissig unsere blauen Abfallsäcke. Doch lies selbst, was wir neben dem Müll sonst noch so antreffen!

    Entdeckergeist wecken

    Nicht alle sind von Beginn an gleich motiviert, doch der Grossteil arbeitet engagiert mit. Da kann es schnell geschehen, dass sich unsere Wegzeiten etwas verlängern: Im Schotterbett der Geleise neben dem Bahnübergang oder in den Blumentöpfen des Dorfplatzes versteckt sich so einiges, das es für die Kinder zu entdecken gilt. Und wenn dann die Kolleginnen und Kollegen so auf der Suche nach Abfall beobachtet werden, weckt dies schlussendlich den Entdeckergeist des ein oder anderen zu Beginn nicht ganz so motivierten Kindes doch noch.

    Müllsammeln
    Müllsammeln

     Aufmerksamkeit erregen

    Nicht nur die Teilnehmenden unseres Jungschar-Programmes lassen sich in den Bann des Sammelfiebers ziehen. Während nämlich eine gesamte Gruppe von Kinder immer wieder Abfall vom Boden zusammenliest, bringt das auch die Aufmerksamkeit der Passanten auf uns. So kam es, dass wir schon einige Gespräche mit Spaziergängerinnen und Spaziergängern hatten – nicht nur darüber, wie schade es ist, dass ständig Müll am Boden liegt, sondern auch über unsere Gruppe und die Arbeit, die wir als Jungschar mit den Kindern machen. Grossartig, um also die Jungschar-Gruppe im Dorf bekannter zu machen.

    Gesellschafts-Relevant

    Schon mal etwas von den sieben Werten der internationalen Jungschararbeit gehört (siehe Youngstars International)? Youngstars International baut auf diesen Grundwerten neue Jungscharen in der ganzen Welt auf. Und einer davon ist die Relevanz für die Gesellschaft. Das wollen wir auch in der Schweiz sein: Prägend für ein Dorf, eine Stadt. Genau da einen Unterschied machen, damit die Menschen erkennen können, dass wir anders sind und damit sie sehen können, wie eine Jungschar nicht nur Kinderleben aber ein ganzes Dorf verändern kann. Denn was ist der Sinn des Projekts Müll-raus? Einen Unterschied machen!

    Wertvoll – pädagogisch und evangelistisch

    Einen Unterschied machen im Leben der Kinder, die an unserem Programm teilnehmen. Denn etwas ist mir ganz besonders aufgefallen in den Monaten seit dem BESJ-Teamweekend: Den Kindern wurde bewusst, wo es überall Abfall herumliegen hat, und dass das nicht gut ist. Unsere Teilnehmenden lernen durch dieses Projekt, dass wir die Plätze nicht nur so hinterlassen, wie wir sie angetroffen haben, sondern eben schöner. Und genau das sollte doch auch die Vision einer Jungschar für ihr Dorf sein! Wir wollen als Jungschar die Ortschaft nicht einfach so zurücklassen, wie wir sie angetroffen haben – wir wollen da einen Unterschied machen und so die Menschen mit dem Evangelium erreichen. Wie schön ist es doch, wenn ich mit der Spaziergängerin über die Jungschararbeit ins Gespräch komme, weil sie uns Abfall zusammenlesen sieht! Lasst uns also christus-zentriert, aber genauso auch Gesellschafts-relevant in unseren Dörfern, Städten und Gemeinden sein – um nicht nur den Müll zusammenzulesen, aLINKber auch die Herzen der Menschen zu verändern!

     Für die Jungschar Kollbrunn: Emanuele Omușoru

    Jungschar Stami

    Aus 2 Mach 3 - Neuaufteilung unserer Stufen

    Im vergangenen Jahr durften wir als Jungschar Stami St. Gallen einen spannenden Prozess der Umstrukturierung durchlaufen. Bisher war unsere Jungschar in zwei Gruppen aufgeteilt - die Jungschi (3.-7. Kl.) und die Ameisli (1.-3. Kl.). Durch die wachsende Kinderzahl und dem Wunsch, den Bedürfnissen der Kinder noch mehr gerecht zu werden, entstand die Idee einer dritten Stufengruppe und einer totalen Umstrukturierung des Leitungsteams. Diese Idee haben wir zuerst im Leitungsteam und dann im ganzen Team genau diskutiert. Unser Hauptargument für die Schaffung einer dritten Stufengruppe war, dass wir die Altersabstände der Kinder minimieren wollten, um unser Programm optimal auf die Bedürfnisse der Kinder anpassen zu können. 

    Besonders in der Jungschi, wo die Kinder einen Altersunterschied von bis zu vier Jahren hatten, war es oftmals eine Herausforderung, unser Programm so zu gestalten, dass alle Kinder Spass hatten und gefördert wurden.

    Das ganze Team war der Idee gegenüber sehr offen und trotzdem löste diese Idee viel Ungewissheit aus, im Bezug auf die Verteilung der Leiterinnen und Leiter in die neuen Teams und die Frage, in welchen Klassenstufen die Aufteilung erfolgen sollte. Dabei wurde auch die Idee diskutiert, dass Kinder aus dem 2. Kindergarten neu auch in die Ameisli kommen könnten. Schlussendlich konnten wir uns als Team letzten November für eine Aufteilung in drei Stufengruppen entscheiden. 

    Somit wurde in die genaue Planung der neuen Gruppen gestartet. Durch individuelle Umfragen und Sitzungen in einer kleineren Gruppe von interessierten Leiterinnen und Leitern, wurde ein Vorschlag zur neuen Aufteilung der Gruppen ausgearbeitet. Das Team hat diesen Vorschlag angenommen und nun hat die Jungschar Stami drei Stufengruppen: die Ameisli vom 2. Kindergarten bis zur 2. Klasse, die Falken von der 3. bis zur 5. Klasse und die Lüchse mit der 6. und der 7. Klasse. Mit dieser Einteilung glauben wir, dass die Kinder sich möglichst ähnlich sind und wir so das Programm und besonders auch die geistlichen Inhalte so bestmöglich auf sie anpassen können.

    Die schlussendliche Zuteilung der Leiterinnen und Leiter in die neuen Teams war herausfordernd, weil es fast unmöglich war, auf alle Wünsche einzugehen. Trotzdem haben wir nun tolle neue Teams und durften schon zusammen ein harmonisches Wochenende verbringen. Ende August startete unser Jungscharsemester in den neuen Teams. Wir freuen uns alle riesig auf das neue Semester und sind gespannt, was Gott alles mit uns vorhat. 

    Für die Jungschar Stami, Jael Heller v/o Kiwi

    Jungschar Stami
    Jungschar Stami
    JS Madretsch

    Jungschar Madretsch - Mitten in Biel

    Das Herzstück unserer Arbeit ist die altersgerechte Verkündigung des Evangeliums. Deswegen haben meine Frau (Nicole) und ich (Samuel) die Jungschar Madretsch vor zwei Jahren gegründet. Natürlich sollen die Kinder unvergessliche Abenteuer erleben und selbstverständlich wollen wir eine gute Gemeinschaft fördern. Es gäbe an dieser Stelle noch viele weitere Anliegen der Jungschararbeit aufzuzählen (Neues lernen, Freundschaften knüpfen, Vorbilder erleben etc.). Nichtsdestotrotz ordnen sich all diese Ziele demjenigen unter, dass Kinder und Jugendliche im Quartier und aus der Kirche Gott als ihren Vater annehmen dürfen und in der Jüngerschaft gefördert werden (Mt 28,18-20). Deswegen ist die Andacht nicht Beigemüse, sondern der Hauptgang. 

    Team JS Madretsch
    Team JS Madretsch

    Unser Team

    Die Jungschar Madretsch gibt es seit knapp zwei Jahren. Auf dem Bild könnt ihr unser legendäres Team sehen. Wir sehen in der Realität genauso makellos aus. Das Team besteht aus zwei Leitern und drei Minileitern. Da unsere Jungschargründung genau mit der Lockdown-Phase zusammenfiel, hatten wir das erste halbe Jahr nur eine digitale Jungschar. Nach den Lockerungen konnten wir endlich richtig mit der Jungschar durchstarten. Im ersten Halbjahr hatten wir durchschnittlich etwa 10 Kinder. Unterdessen kommen durchschnittlich etwa 20 Kinder in die Jungschar – die meisten aus dem Quartier. Ich war erstaunt, wie lange es gedauert hat, bis die Jungschar einen guten Bekanntheitsgrad bei den Kids hatte. Am Anfang kam es auch immer wieder vor, dass wir an Nachmittagen sehr wenige Kinder hatten. Es war dann, weil wir für alle Nachmittage einen grossen Vorbereitungsaufwand betrieben haben, für das Team manchmal frustrierend. Aber diese schwierigen Zeiten gehören zu einer Jungschargründung einfach dazu. Es hat uns auch immer wieder gelehrt, dass es nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität ankommt.

    Was habe ich gelernt?

    Eine Jungschargründung braucht sehr viel Leidenschaft und Einsatzbereitschaft. Da ich teilzeitlich in der Kirche unserer Jungschar angestellt bin, habe ich das Vorrecht, vieles auch während meiner Arbeitszeit zu machen. Ich habe deshalb einen riesengrossen Respekt für all diejenigen, die ehrenamtlich neben einem Vollzeitjob eine Jungschar gründen. Es gibt am Anfang so viele Dinge, die gleichzeitig erledigt werden müssen. Es müssen Leiter und Minileiter gesucht werden, es braucht ein Semesterprogramm, eine Website (https://www.jungschimadretsch.ch), ein Logo, finanzielle Unterstützung usw. Aber am wichtigsten war mir zu Beginn, dass Minileiter und Leiter ermutigt werden, immer mehr Verantwortung zu übernehmen. Sie sollten durch Vorschusslorbeeren spüren, dass man ihnen vertraut und ihre Fähigkeiten erkennt. Nachwuchsleiter wachsen nämlich mit und an den neuen Aufgaben. Damit jedoch eine solche Bereitschaft entsteht, braucht es eine gute Fehlertoleranz. Fehler gehören zum Lernprozess dazu und deswegen geht es in der Jungschar nicht um Perfektionsansprüche.

    Ich bin unglaublich dankbar für unser geniales Team und bin gespannt, was Gott in den nächsten Jahren durch die Jungschar Madretsch bewirken möchte.

    Für die Jungschar Madretsch, Samuel Schulze

    Ameisli Altstätten

    «Das war wohl der anstrengendste Ameislianlass seit langem», sagten sich die Ameislileiterinnen und -leiter der ev.-ref. Kirche Altstätten, nachdem sie das letzte Kind verabschiedet hatten. Es war auch kein normaler Samstagnachmittag mit den bekannten Ameisli, sondern ein Freitagmorgen mit kurzem Speedprogramm, das 6 Mal für jeweils 10-15 Erst- und Zweitklässler der Stadt durchgeführt wurde.

    Im Rahmen der von der Unterstufe durchgeführten Vereinspräsentation, hat sich auch die Kirche für die Teilnahme angemeldet. Statt das ganze kirchliche Angebot für Kinder der zu präsentieren, war klar: Die Kinder sollen nicht einfach hören, was die Kirche bietet – sie sollen es erleben. 

    Schnell war die Idee geboren, ein typisches Ameisli-Erlebnisprogramm zu kürzen um alle 30  Minuten mit der nächsten Klasse sich in ein Ameisli-Abenteuer stürzen zu können.

    Gute Hilfe für Noah

    «Wo sind nur all die Tiere hin?», fragte Noah (Luca Zanotti) die besammelte Kindermenge, «könnt ihr mir helfen sie wiederzufinden?» Klar waren die Kinder mit Begeisterung dabei, schliesslich konnten sie beim Spiel hübsche Plüschtiere einsammeln. Aufgeteilt in zwei bis drei Gruppen brach bald ein grosser Wettkampf los. Mit einem Hindernisparcours, Plüschtierpaaren und der Möglichkeit unterwegs gefangen zu werden war der Ehrgeiz der Kinder geweckt und sie halfen Noah begeistert alle Tiere aufzuspüren.

    Ameisli und mehr…

    Nach 25 Minuten Speed-Ameisliprogramm waren die Kinder sichtlich begeistert und nahmen gerne die Einladung für den nächsten Anlass entgegen. Doch nicht nur Ameisliflyer wurden verteilt, sondern auch andere Angebote der Kirche wurde beworben. So kam es kurz darauf zu zusätzlichen Anmeldungen zur KiWo, die zwei Wochen nach dem Werbeanlass durchgeführt wurde.

    Der Aufwand habe sich definitiv gelohnt, meint Luca, Teamleiter der Jungschar Altstätten. Ein paar Kinder werden sicher den Weg in die Ameisli finden. Und für die eigenen Ameisli die teils auch am Speed-Programm teilnahmen, wurde es durch die Präsenz der Ameisli einfacher ihre Freunde mitzunehmen. 

    für die Ameisli ev.-ref. Kirche AltstättenLuca Zanotti

    Schlangenbrot-Blog
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